TIERTHERAPIE

Conny Henz
 

THERAPIEFORMEN

Tierheilpraktik & Homöopathie:
Die Tierheilpraktik beinhaltet alternative Heilmethoden wie z.B. Akupunktur, Homöopathie und Phytotherapie(Pflanzenheilkunde). Sie bezieht aber auch Aspekte wie Haltung, Vorgeschichte, Ernährung, ,,Nutzung",... eines Tieres mit in die Behandlung ein.
Durch meine umfangreichen medizinischen Vorkenntnisse aus meiner Arbeit im Rettungsdienst, bin ich mir der Grenzen vom alternativer Medizin durchaus bewusst! Die Tierheilpraktik ersetzt im Notfall nicht den Gang zum Tierarzt!!!

Osteopathie:
Das Wort leitet sich aus dem Griechischen ab (os, der Knochen / páthos, das Leiden). Osteopathie ist eine weltweit anerkannte, manuelle Therapieform. Ihr zu Grunde liegt die Erkenntnis, dass der Körper wie ein Uhrwerk funktioniert und alles zusammenhängt. Liegt im Körper also eine Störung vor (z.B. ein blockierter Lendenwirbel), so kann dies Auswirkungen auf andere körperliche Funktionen (z.B. Darm/Lebertätigkeit) haben. Es gilt in der Osteopathie also diese knöchernen Störungen zu finden und mittels manueller Techniken zu lösen.

Klassische Massage:
Die klassische Massage hat unter andrem eine mechanische, hyperämisierende, schmerzlindernde und psychologische Wirkung. Sie steigert Durchblutung und Temperatur, löst mechanisch Verklebungen, Narbengewebe und Mikrotraumen. Sie steigert oder senkt den Muskeltonus, schwemmt Flüssigkeit aus dem Gewebe, aktiviert die Schmerzhemmung und wirkt entspannend. Sie wird bei Ödemen, Narbenverhärtungen, Paresen, Muskelhartspann, Arthrosen, Spondylosen, Myogelosen, Obstipation, bronchialem Sekretstau und Schmerzzuständen eingesetzt.

Manuelle Therapie:
Die manuelle Therapie dient der Schmerzlinderung und Mobilisation hypomobiler Gelenke. Die Wiederherstellung und Erhaltung der ursprünglichen Funktion des Gelenks ist ihr Ziel. Sie löst Blockaden an gelenksnahen Strukturen, dehnt die Gelenkkapsel, steigert die Produktion von ,,Gelenkschmiere" und verbessert somit die Beweglichkeit des Gelenks. Zum Einsatz kommt sie bei Bewegungseinschränkungen, degenerativen Gelenkserkrankungen und zur postoperativen/posttraumatischen Behandlung.

Akupunktur:
Die Akupunktur kann man grob in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen eine ,,physiotherapeutische Akupunktur" und zum anderen die klassische Akupunktur nach traditioneller chinesischer Medizin. Die "physiotherapeutische Akupunktur" dient der Schmerzlinderung, Muskelentspannung und Mehrdurchblutung. Hierbei wird z.B. eine Verhärtung, Narbe oder Blockade umliegend akupunktiert um dort einen positiven Effekt zu erzielen. Es können auch spezielle Körperpunkte (für z.B.Spat, Arthrose,..) akupunktiert werden. Eine chinesische Diagnose wird hier jedoch nicht erstellt. Bei der Akupunktur nach traditioneller chinesischer Medizin wird unter Berücksichtigung der druckdolenten Punkte, der Zunge, der Pulse und natürlich einem ausführlichen Besitzergespräch eine chinesische Diagnose erstellt. Auf Grund dieser Diagnose werden dann Punkte ausgewählt und diese akupunktiert. Je nach Punktekombination kann die Akupunktur für zahlreiche Krankheiten eingesetzt werden(siehe Anwendungsgebiete Akupunktur).

Gerätetraining:
Zum Gerätetraining gehören unter anderem Trampolin, Airex-Balance-Matte, Peanutball sowie Slamlom- und Cavalettiübungen. Das Gerätetraining wird vorwiegend zum posttraumatischen und postoperativen Aufbau eingesetzt. Es dient dem Koordinations- und Gleichgewichtstraining, Muskelaufbau, Verbesserung der Mobilität und kontrollierten Aufbau von Belastungsphasen.

Magnetfeldtherapie (Fotos siehe Galerie):
Die Magnetfeldtherapie dient der Aktivierung des Stoffwechsels und der Durchblutung sowie der Schmerzlinderung. Sie findet ihre Anwendung bei Frakturen, Distorsionen, rheumatische und neurologische Erkrankungen, degenerative Skeletterkrankungen, Wundheilungsstörungen, Nachbehandlung bei Bandscheibenvorfällen und allgemeinen Schwächezuständen. Außerdem kann das Magnetfeld mittels Handsonde(Pen) zur Stimulierung von Akupunktur- und Triggerpunkten genutzt werden.

Rotlichttherapie (Foto siehe Galerie):
Durch die Anwendung von Rotlicht, beziehungsweise Infrarotlicht, wird die Blutzirkulation im Körper erhöht. Ein heilungsfördernder Prozess, der bei Erkältungen, Verspannungen, Hautkrankheiten, Schmerzen von Gelenken und Muskeln und diversen anderen Erkrankungen zu einer gesundheitlichen Verbesserung führt. Das Rotlicht kommt unter anderem bei Arthrosen, Myalgien/Myogelosen/Myotendopathien, Neuritiden, Gelenksschmerzen, degenerative Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen.

Blutegeltherapie (Fotos siehe Galerie):
Die Blutegel sind in der Tat ein Wunderwerk der Natur und äußerst vielfältig anzuwenden. Die Gesamtheit der positiven Eigenschaften ist enorm. Ihr Speichel wirkt unter anderem antiphlogistisch, bakterizid, lymphstrombeschleunigend, immunisierend und verbessert die Fließeigenschaft des Blutes, um hier nur einige Wirkungsweisen zu nennen. Sie kommen unter anderem bei Arthrose, Spat, Schale, Kissing Spines, Hufrolle, Hufrehe, Sehnenschäden, Ödemen, Wundheilungsstörungen, Bakterielle Infektionen, Mauke, Gallen, Durchblutungsstörungen, Sommerekzemen, Narbenbehandlung, Verkapselungen, Muskelattrophien, Entzündungen jeglicher Genese, Leckekzemen, HD und Dackellähme zum Einsatz.

Lymphdrainage:
Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massageform die dem Abfluss von Gewebsflüssigkeit über das Lymph- und Venensystem fördert. Sie dient der Verkleinerung von Ödemen, Minderung des Gewebedruckes, Verbesserung der Lymphaufnahme, Schmerzlinderung, Anregund der Lymphmuskulatur und Neubildung von Lymphgefäßen. Sie wird daher bei Lymphödemen, Lymphgefäßentfernung, posttraumatische oder postoperative Schwellungen, Lähmungs- und Inaktivitätsödemen, Narbenschwellung und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.

Ultraschalltherapie (Foto siehe Galerie):
Mittels der Ultraschalltherapie kann die Durchblutung und Gewebsregeneration erreicht werden. Sie bewirkt aber auch eine Enspannung der Muskulatur, Schmerlinderung und löst Verklebungen im Gewebe. Sie wird unter anderem bei Hämatomen, Arthrosen, Bänder- und Sehnenläsionen, Narbenkontrakturen, posttraumatischen Zustanden angewendet.

TENS(transkutane elektrische Nervenstimulation)/EMS(elektr. Muskelstimulation) (Foto siehe Galerie):
Die transkutane, elektrische Nervenstimulation hat vorwiegend eine schmerzlindernde Wirkung. Es kann jedoch auch zur Stimulation von Nerven und in Kombination mit elektrischer Muskelstimulation zum Wideraufbau atrophierter Muskulatur verwendet werden. Es kommt unter anderem bei Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Lumbalischialgien, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, posttraumatischen und postoperativen Schmerzen zum Einsatz.

Kinesio-Taping (Fotos siehe Galerie):
Aus der Human-Physiotherapie und dem Sport längst nicht mehr weg zu denken, erfährt das vielseitige Kinesio-Taping auch immer mehr Anklang bei unseren Vierbeinern. Das spezielle Tape gibt über die Haut(und auch das Fell!), als größtes Reflexorgan, den positiven Effekt an den Körper weiter. Es ersetzt quasi die Hand des Therapeuten. Je nach Anlagetechnik kann das Tape bei Lymphödemen, Verspannungen, Verletzungen, Arthrose, funktionellen Dysfunktionen u.v.m. eingesetzt werden.



!Die angegebenen Einsatzmöglichkeiten dieser Therapieformen stellen kein Heilversprechen da!